Zirkus und Corona – auch die ganz Großen sind in Not!

Die Zirkusse sind in Not! Eine Schlagzeile, die nicht unbedingt jeden vom Hocker reißt. Der ein oder andere von euch war vielleicht noch gar nie in einem Zirkus. Wieder andere können diese Art der Show mit Tieren nicht ausstehen, weil sie das Tierleid sehen. Und trotzdem: Egal, ob Vereins-Zirkusse oder die ganz großen der Branche. Sie alle haben Kinder, Tiere, Angestellte oder sogar beides. Und sie alle eint: Corona bringt ihnen die Existenzfrage. Erst am vergangenen Dienstag (16.6.2020) wurde das Verbot von Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. Oktober 2020 verlängert. Wieder so ein Nackenschlag.

Der einzige “Auftritt”… für sich selbst.

Auch Vereine leiden

Nicht so hart trifft es Zirkus-Vereinigungen, die wie Vereine dem Zirkustreiben als Hobby nachgehen, beispielsweise den Zirkus Jaloschum aus Seehausen. Leicht ist es aber auch auf keinen Fall. Die Corona-Zwangspause bringt viele Probleme mit sich:

  • Jahresgebühren müssen wegen ausgefallenem Training zurück gezahlt werden
  • Teilnehmer brechen durch solche “Lücken” weg
  • Es findet kein Training statt
  • Auftritte sind nur sehr eingeschränkt möglich
Der Standplatz des Zirkus Montelli am Hausberg-Parkplatz in Garmisch-Partenkirchen Foto: Bräu

Die “kleinen Großen” trifft es besonders hart

Zirkusse, die von ihren Veranstaltungen leben, wie der “Zirkus Roberto” oder den “Zirkus Montelli” trifft es so hart, dass sie ohne Spenden hungern würden. Sie bekommen zwar hier und da kleine Unterstützungen, aber die reichen vorn und hinten nicht.
Kosten, mit denen diese Zirkusse konfrontiert sind:

  • Versicherung für Fahrzeuge
  • Strom und Wasser
  • Reparaturarbeiten
  • Miete für das Grundstück
  • und vieles mehr…

Der Zirkus Roberto versucht mittlerweile schon seit sieben Wochen ein Grundstück zu finden, auf dem sie stehen bleiben können, da sie gerade auf einer privaten Wiese stehen. Aber sogar von der Stadt München bekommen sie keines zur Verfügung gestellt. Alle Auftritte und Mitmachzirkusse sind fürs Erste abgesagt. Was bedeutet: keine Einnahmen! Das einzige was hilft ist auf Spenden hoffen und Danke sagen.

Der Zirkus Roberto sagt Danke.

Auch die “Krone” leidet

Sehr schwer getroffen hat es aber auch den ganz großen der Branche in Deutschland, den Circus Krone, der mittlerweile mit mehr als 200 Mitarbeitern als Unternehmen gesehen werden kann und am Tag mehr als 30 000 Euro Ausgaben zu bedienen hat. Ohne Auftritte, ohne Publikum sind die kaum zu stemmen. Nachdem das Verbot von Großveranstaltungen noch verlängert wurde, wird es gerade für den “Krone” noch schwieriger, die Zukunft zu bestreiten.
(Quelle: https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/nichts-los-in-der-manege-das-harte-zirkusleben-in-coronazeiten,Rwzdmao)

(Lukas Leimböck, www.worldphotographie.de)

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