“Ich war ein absoluter Durchschnittsschüler” – ein ganz ehrliches Interview mit Herrn Bräu vor seiner Elternzeit

von Max Malbrich und Florian Gilg

Wie die meisten an unserer Schule wissen, ist Herr Bräu am Freitag in Elternzeit gegangen und kommt erst im September wieder an die Schule. Aus diesem Anlass haben wir uns für euch einige spannende Fragen an ihn überlegt. Was ihr schon immer von Herrn Bräu wissen wollt: Jetzt exklusiv auf unserem Blog im Blauen Land!

Blogteam: Grüß Gott Herr Bräu. Waren sie als Schüler gut in der Schule?

Herr Bräu: Soll ich ganz ehrlich sein? Also, in der Schule war ich ein absoluter Durchschnittsschüler. Ich würde sagen, wenn man die Noten heutzutage auf dem Gymnasium mit denen von mir damals vergleicht, war ich eher sogar ein unterdurchschnittlicher Schüler. Ich musste mich schon reinhängen, um das Abitur zu bestehen. Aber im Studium hab ich dann die (sehr) guten Noten nachgeholt. War ich an der Schule Durchschnitt, gehörte ich später an der Universität zum besseren Drittel. Es gibt also Hoffnung für alle, die jetzt an der Schule auch mal ab und an versagen (lacht).

Blogteam: Hand aufs Herz: Welches war oder ist ihre Lieblingsklasse in diesem Schuljahr?

Herr Bräu: Schwierig, schwierig. Dieses Jahr habe ich das Gefühl, dass ich jede Klasse ein bisschen mag. Es gibt also keine Klasse, bei der ich sage, da geh ich gar nicht gerne rein. Ich gehe sehr gerne in fast alle Klassen, mache immer gern Unterricht und bin immer sehr motiviert.

Blogteam: Glasflaschen und damit auch der beliebte Paulaner Spezi sind auf unserer Schule tabu. Die 8d hat zuletzt mit einem Spezifass auf sich aufmerksam gemacht. Was halten sie von dieser Idee?

Herr Bräu: Vorweg: Nicht der Spezi wurde verboten. Es sind die Glasflaschen, die laut Schulordnung nichts im Schulhaus zu suchen haben. Und das ist auch gut so. Das Fass als Reaktion darauf würde ich als Fortschritt beschreiben. Ich könnte mir vorstellen, dass es Nachahmer geben wird.

Blogteam: Wie finden sie denn den Alternativ-Spezi der Mensa?

Herr Bräu: Nicht schlecht, aber vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Was aber gut ist, dass der Mensa Spezi weniger Zucker enthält. Dann bekommt’s weniger auf eure Wampe (lacht).

Blogteam: Was machen sie in ihrer Freizeit?

Herr Bräu: Freizeit ist für mich sehr schwer zu definieren, da überschneidet sich bei mir Arbeit und Freizeit gerne. Der Blog ist da ein gutes Beispiel: Wenn ich Montagabend noch einen Podcast fertig schneide bzw. die Schülervorgaben umsetze, dann sind da für mich Freizeit und Beruf sehr nah verbunden. Ansonsten mache ich gerne Sport in meiner Freizeit, auch wenn ich weniger aktiv bin als noch vor 2-3 Jahren: Ich bin als Handballtrainer und -funktionär tätig, bin leidenschaftlicher Skitourengeher oder im Sommer auf dem Mountainbike bzw. generell in den Bergen unterwegs. Seit 10 Monaten verbringe ich die freie Zeit aber hauptsächlich mit meiner Familie.

Blogteam: Sie sind Deutschlehrer. Jetzt wollen wir natürlich wissen, was ihre schlechteste Schulnote im Fach Deutsch war?

Herr Bräu: Boah, des sind Fangfragen! Als Deutschlehrer sollte man eigentlich nicht so öffentlich bekannt geben, was man in seiner Schullaufbahn an Deutschnoten hatte. Wir werden halt am Perfektionismus gemessen (lacht). Im Ernst: Wahrscheinlich wäre ich wegen Deutsch fast gar nicht auf das Gymnasium gekommen, hätte nicht die Klassenlehrerin irgendwie Mitleid gehabt. Bis zur 10. Klasse Gymnasium hatte ich auch nur Fünfen und Vieren. In der 10. Jahrgangsstufe war auch mal sehr knapp und ich wäre beinahe wegen Deutsch durchgefallen.

Blogteam: Schreiben haben sie dann aber doch gelernt. Wie kam es dazu, dass Sie freier Mitarbeiter zum Garmisch-Partenkirchner Tagblatt gekommen sind?

Herr Bräu: Das ist eine spannende Geschichte. Ursprünglich war ich schon als Jugendlicher engagiert und habe als Aktiver Spielberichte zum Tagblatt geschickt. Irgendwann hat der Chefredakteur Sport mit mir Kontakt aufgenommen und mich gefragt, ob ich als Freier Mitarbeiter einsteigen möchte. Dann hab ich einfach mal ein bisschen Probe gearbeitet und so kam das ganze ins Rollen.

Blogteam: Spielen sie gerne Viedeospiele?

Herr Bräu: Nur weil ich als Lehrer im vergangem Sommer mit unserem Wahlfach auf die Gamescom gefahren bin, heißt das nicht, dass ich andauernd zocke (lacht). Im Alter von 15 bis 18 Jahren hab ich aber schon intensiv und gerne gespielt. Und trotzdem: Videospiele hatte und haben für mich nie einen hohen Stellenwert, es war eher immer ein Ausgleich zum Lernen und zum Sport.

Blogteam: Wie kamen sie auf die Idee unseren Blog zu erschaffen?

Herr Bräu: An der Schule in Landsberg, wo ich zuvor als Lehrer tätig war, hatten wir auch schon einen Schülerblog. Da bin ich dazugekommen und habe ein bisschen mitgearbeitet. Mir schwebte dann auch immer ein eigenes Design vor und an einer anderen Schule das dann selbst aufzubauen. Als ich dann nach Murnau kam, meinte unser Herr Havelka , ich solle doch die Schülerzeitung übernehmen. Da hab ich aber widersprochen und gesagt, dass ich keine Schülerzeitung weiterführe, sondern einen Schülerblog aufbaue, da ich es zeitgemäßer und für die Schüler motivierender finde. Jetzt gibt es den Blog schon seit zwei Jahren. Bravo!

Blogteam: Wie finden sie das Lehrerkolegium an unserer Schule?

Herr Bräu: Ein großer Vorteil hier an der Schule ist, dass wir ein sehr sehr junges Kollegium sind. Junge Lehrer sind am Anfang ihrer Laufbahn auch viel motivierter. Aus meiner Sicht ist die Atmosphäre sehr gut und grundsätzlich fühl ich mich sehr wohl.

Blogteam: Was möchten sie den Schülern für ihren weiteren Lebensweg mitgeben, vorallem den 10. Klässlern?

Herr Bräu: Das hab ich auch schon letztes Jahr an der Abschlussfeier erwähnt und zwar, dass die Schüler einfach später zufrieden sind mit dem, was sie tun. Es muss nicht immer Glück oder Erfolg sein. Zufriedenheit kann viel intensiver erlebt werden – auch unbewusst.

Blogteam: Was sind ihre Pläne für die Elternzeit?

Herr Bräu: Viel Zeit mit meinem Sohn und meiner Frau verbringen und unsere Heimat genießen. So ganz kann ich’s aber nicht lassen: An der Sportschule in Oberhaching möchte ich heuer meine Trainerlizenz machen.

Herr Bräu beim Interview mit den Blogger Max Malbrich und Florian Gilg.

Da dieses Interview ein Exklusiv-Interview ist, haben wir uns etwas ganz Besonderes ausgedacht: Wir haben Herrn Bräu immer zwei Begriffe genannt und er sollte sich dann den aussuchen, den er bei sich persönlich zutreffender findet.

Begriff #1: Paulaner Spezi oder Adelholzener Spezi?

Herr Bräu: Paulaner Spezi

Begriff #2: Deutsch oder Geschichte?

Herr Bräu: Geschichte

Begriff #3: Sommer oder Winter?

Herr Bräu: Winter

Begriff #4: Handball oder Fußball?

Herr Bräu: Handball

Begriff #5: Elternzeit oder Schule?

Herr Bräu: Mhhh, (überlegt lange) Jetzt im Moment Elternzeit.

Das war unser Exklusiv-Interview mit Herrn Bräu vor seiner Elternzeit. Habt ihr noch Fragen an unseren Lehrer und Bloggründer? Dann ab in die Kommentare, wir leiten sie an ihn weiter und beantworten sie euch dann.

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