Das Phänomen Greta Thunberg und die #fridaysforfuture-Bewegung

von Mick Draeger

Laute Sprechchöre , Plakate mit provokativen Sprüchen und tausende Schüler – so sieht es jeden Freitag in vielen Städten weltweit bei den Klimademonstrationen namens #FridayForFuture aus . Auslöser war die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Auf der einen Seite wird sie bejubelt, auf der anderen jedoch stark kritisiert und beschimpft. Sie ist und war die Auslöserin für die wohl größte Schülerbewegung unseres Jahrhunderts. Greta Thunberg hat mit ihren Protesten vor dem schwedischen Parlament in Stockholm auf die globalen Klima-Probleme aufmerksam gemacht und immer mehr Schüler haben sich darüber Gedanken gemacht und sich ihr angeschlossen. Und so ist die “FridaysForFuture”-Bewegung entstanden, bei der sich mit der Zeit weltweit in vielen Städten Proteste gebildet haben. Aber wie ist dieses, man kann schon fast sagen, “Phänomen” entstanden?

Schule, Depression, veganes Leben – die Anfänge

Zuerst ein paar Facts über Greta Thunberg: Sie kommt aus Schweden, ist 16 Jahre alt und hat das Asperger Syndrom, das ist eine Form von Autismus. Als sie 10 Jahre alt war, hörte sie in der Schule das erste Mal vom Klimawandel und sie verstand nicht, warum die Menschen ein Problem auslösen, was sie selber bedroht. Dann stürzte sie in eine Depression und als Reaktion darauf begann die Familie vegetarisch und vegan zu leben – das half Greta. Letztes Jahr im August (2018) begann sie dann, jeden Freitag mit ihrem Schild loszugehen und den ganzen Tag wetterunabhängig zu protestieren. Die Aufschrift auf dem Plakat lautete “Skolstrejk För Klimatet”.

Mediale Aufmerksamkeit: Proteste am Freitag

Damit begann sie Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und wurde prompt auf die Klimakonferenz nach Katowic in Polen eingeladen. Dort hielt sie ihre erste Rede. Diese begeisterte die ganze Welt und hob ihren Bekanntheitsgrad um ein vielefaches, allerdings wurden durch die Medienpräsenz auch Kritiker aufmerksam. Ihr wird vorgeworfen, dass sie von einer Presseagentur als Marionette benutzt wird , dass  sie ihre Reden nicht selber schreibt oder dass ihre Eltern ihr das eingeredet haben, damit sie selber in die Medien sind. Aber sie beteuerte schon in vielen Interviews, dass es andersrum war und sie ihre Eltern von dem größten Problem unserer Generation überzeugt hat. Sie kämpft dafür, dass die in Paris festgelegten Klimaziele, unter anderem das zwei Grad Ziel ohne Emissionen, eingehalten werden und dass die Politiker dafür etwas machen, etwas in Gang setzten, genauso wie sie es schon gemacht hat.

Genauere Informationen über die deutsche FridaysForFuture-Bewegung findet ihr auf der Website  https://fridaysforfuture.de/

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