Lawinen – die Gefahr für Freerider, Skifahrer und Tourengeher

von Mick Draeger

Wenn der Winter dann mal kommt, freut sich jeder! Ist ja auch klar: Schlittenfahren, Skifahren usw. ,das ist dann alles möglich. Aber wenn es dann so viel schneit wie dieses Jahr oder auch letztes Jahr und in einigen Gemeinden der Katastrophenfall ausgerufen wird, werden die Schneemassen immer mehr zur tödlichen Gefahr für jeden, der sich im freien und auch steilen Gelände bewegt, aber auch für kleine Gemeinden. Betroffen sind dann vor allem Freerider, also Skifahrer, die im Tiefschnee fahren, Tourengeher, die Skifahrer, die den Berg oder ihren Hang zum fahren selbst erklimmen und Urlauber sowie die Bewohner von gefährlich gelegenen Urlaubsorten.

Welche Kraft und auch welche Unberrechenbarigkeit eine Lawine hat, sieht man zum Beispiel beim 1999 geschehenen Lawinenunglück von Galtür. Damals wurde das ganze Dorf Opfer der Schnemassen. Dort galt, als die Lawine am 23. Februar ihren Lauf nahm, die höchste Lawinenwarnstufe 5. Diese grob 400 Meter breite Lawine wurde an einem 125 % steilen Hang ausgelöst.

 
 

Um solche Katastrophen zu vermeiden wurde 1993 eine einheitliche Gefahrenskaala von der Stufe 1 bis 5 festgelegt.

  • 1 bedeutet es besteht gerine Gefahr.
  • 2 bedeutet es besteht mäßige Gefahr.
  • 3 bedeutet es besteht erhebliche Gefahr.
  • 4 bedeutet es besteht große Gefahr.
  • 5 bedeutet es besteht sehr große Gefahr.

Die Auslöser

Ein Teil der Lawinen werden aus natürlichen Gründen ausgelöst. Diese Auslöser sind natürlich unberechenbar und daher sind diese Lawinen-Abgänge nicht vermeidbar. Ein natürlicher Auslöser kann Neuschnee sein , denn dieser lagert sich auf dem schon schon vorhandenem und gefestigten Schnee ab  und so  kann es zu einem plötzlichen Abrutschen des Schnees kommen.

Die zweite natürliche Ursache könne Schneeverwehungen mit sogenannten Triefschnee seien. Dieser setzt sich vor allem auf windgeschützten Hanglagen ab und kann sich auch plötzlich lösen und so eine Lawine in Form eines Schneebretts verursachen.

Eine Rolle kann außerdem die Temperatur spielen. Denn wenn sich die oberen Schichten erwärmen , verringert sich die Schneefestigkeit. Die Folgen sind zum einen das Abschmelzen der oberen Schicht und das Abrutschen der Schneemassen. Vor allem werden im Frühling viele Lawinen durch das Tauen ausgelöst.

Der letzte natürliche Auslöser kann das Gefälle des Hanges oder Berges sein. Vor allem Hänge mit einer Neigung von 30 bis 50 Prozent sind oft Lawinenauslöser und gefährlich. Unsicher sind auch vegetationsarme Hänge (ohne Bäume), denn dort kann die Lawine ungebremst mit hoher Geschwindigkeit hinabrauschen.

Jedoch werden 90 % der Lawinen durch den Menschen oder durch Tiere ausgelöst. Schon geringe Belastungen können die Schneedecke instabil machen und so Lawinen auslösen. Aber zu den 90 % zählen auch gezielt verursachte Sprengungen. Von dieser Art der Entschärfung wird vor allem in Skigebieten gebrauch gemacht. Denn niemand will, dass das Skigebiet deswegen einzelne Pisten schließen muss oder sogar Menschen in Gefahr gebracht werden.

Die Wucht und Dimension einer Lawine seht ihr im folgenden Video, das eine kontrollierte Lawinensprengung bei Mittenwald in diesem Winter zeigt:

 

Sicherheitsmaßnahmen

Mit der Gefahr kamen dann auch die vielen Sicherheitssysteme, die die Risiken minimieren sollen und im Fall der Fälle schützen sollen. Aber: Niemals sollte man sich nur auf die Sicherheitssysteme verlassen , denn vllt. hält ein Airbag einen im Notfall erst mal über der Lawine, aber es können auch nach der eigentlichen Lawine noch Lawinen nachkommen und diese würde dann einen wohl spätestens verschütten und man müsste auf die Retter hoffen. Diese suchen übrigens nach fast jedem Lawinenabgang die Lawine mit extra ausgebildeten Suchhunden ab.

Aber was gibt es alles für Systeme? Zuerst gibt es mal den Lawinen-Airbaig Rucksack, der im Falle einer Lawine ausgelöst wird. Dann gibt es das LVS Pieps-Gerät. Diese können sich mit anderen verbinden und im Falle der Verschüttung kann ein Verschütteter leichter gefunden werden. Dann hat man am besten Fall noch eine kleine zusammenklappbare Lawinenschaufel dabei, die einem im Falle des Falles auf jeden Fall weiter hilft. Unverzichtbar ist auch eine Lawinensonde, die auch zusammenklappbar ist und mit der man im Schnee sozusagen rumstochern kann und so durch das Tasten mit der Stange Personen finden kann. Aber die wichtigste Sicherheitsmaßnahme ist wohl, dass man immer vorsichtig ist und lieber mal sagt “Okay, jetzt wird es zu gefährlich”, als dass man unötiges Risiko eingeht.

Geht raus und genießt den Winter, aber denkt immer daran: Sicherheit und Leben gehen vor!

Eine Antwort

  1. tuine sagt:

    cool dass das angesprochen wird.
    sehr interessant.
    ich fahr gern ski

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