Familienmensch und Weitenjäger – Skispringer Kamil Stoch aus Polen

von Paul Schilcher

Kamil Stoch, 30, ist ein Skispringer. Der Pole gewann das 66. Neujahrspringen. Alle vier Durchgänge gingen an ihn. Er brach den Rekord des jetzt 43- jährigen Sven Hannawald. Nach Hannawalds Sieg 2002 ist er erst der zweite Springer der Tournee-Geschichte seit 1953, dem das gelingt. Er gewann in allen vier Orten: Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. Er siegte mit insgesamt 1.108,8 Punkten vor dem Deutschen Andreas Wellinger (1039,2) und Anders Fannemel (1021,3). Nach der Tournee wurde Triumphator Stoch in seiner Heimat Polen gefeiert.

Die Skisprunganlage in Garmisch-Partenkirchen Foto: lizenzfrei von Pixabay

Zu Hause Familienmensch und Chaot – Kamil Stoch im Porträt

Mit neun Jahren sprang der zweifache Tournee-Sieger erstmals von einer Schanze, mit zwölf Jahren flog er schon 128 Meter weit. Er wurde schon vor Robert Lewandowski (FC Bayern München) der beliebteste Sportler Polens. Seinen ersten internationalen Auftritt bei einem Turnier hatte Stoch 1999 bei einem Schülercup in Garmisch-Partenkirchen. „Ich möchte mich nur auf meine Arbeit konzentrieren“, betonte Stoch während dieser Tournee.

Kamil Stoch nach seinem Sieg bei der 66. Vierschanzentournee Foto: Facebook Kamil Stoch

Neben zwei Olympiasiegen wurde er auch Weltmeister im Einzel und im Team sowie Gesamtweltcupsieger. Ohne seinen Trainer Stefan Horngacher hätte es Kamil Stoch wohl nie so weit geschafft. Der frühere Assistent von Bundestrainer Werner Schuster meint aber auch: „Kamil ist mit allen Wassern gewaschen.” Dieser übernahm die Polen vor knapp vor zwei Jahren und holte Stoch aus seinem sportlichen Tief, indem er ihn nicht nur sportlich wieder fit machte, sondern ihm auch lehrte, nicht ständig mit sich zu hadern. Das Grundliegende für seinen Erfolg findet er spätestens nach dem verletzungsbedingten Ausfall seines Rivalen Richard Freitag bei seiner Familie. Seine Frau Ewa Bilan-Stoch, die er 2010 heiratete, beschrieb ihn als einfühlsamen und tollen Menschen. Stoch selbst beschreibst sich aber auch als “Tollpatsch” sagt: „Ich bin ein erfüllter Mensch. Ich habe sportlichen Erfolg, aber der größte Erfolg meines Lebens ist mein privates Glück.“ Wenn er nicht von Schanzen springt, hilft er seiner Frau auch gerne im Haushalt. Ungewöhnlich für einen, der sonst Rekorde bricht und wie ein Vogel durch die Luft fliegt. (Quellen: welt.de und Augsburger Allgemeine)

Ein kurzes, aber witziges Porträt von Stoch, das kurz vor seinem Sieg in Bischofshofen in der ARD gesendet wurde, könnt ihr hier sehen:

Der Siegsprung von Stoch in Garmisch-Partenkirchen 2018:

2 Antworten

  1. Xaver sagt:

    Coole Ski 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

  2. Wiener wursti sagt:

    Skispringen ist geil! Skifliegen auch! Ich schau es jeden Winter!

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