Lustig, traurig, nachdenklich: zu Gast beim U20 Poetry Slam (Bayerische Meisterschaft)

von Nick Geiger

Am 31.03. machten sich die Klassen 8 c/d zusammen mit Hr. Bräu, Fr. Stucke und Fr. Unhoch auf den Weg in das Jugendtheater Schauburg nach München. Dort fand die bayerische U20-Meisterschaft eines jungen Dichterwettstreits statt, Poetry Slam genannt. Poetry Slam ist ein literarischer Wettbewerb, bei dem es darum geht, seinen eigenen Text auf einer Bühne zu performen. Eine Jury, die durch Zufall vor der Show bestimmt wird, hat die Aufgabe, die Poeten, von 0,0 – 10,0 zu bewerten. Phillip Mühlbauer, ein Jurymitglied an diesem Abend, bewertet den Abend folgendermaßen: “Ich fand den Abend echt cool. Wobei man gesehen hat, das lustige Texte besser ankommen als traurige oder nachdenkliche. Als Jurymitglied hat man gemerkt, dass, wenn man den Anfang eines Textes gehört hat und die Slammer sich immer mehr gesteigert haben, es gar nicht so einfach war, sie zu bewerten.”

Phillip Mühlbauer als Jurymitglied bei einer Abstimmung in der Schauburg

Hier sind die wichtigsten Regeln beim Poetry Slam:

  • Der Text muss selbst verfasst sein
  • No Props, no Songs: Der Poet darf während des Auftritts sein Erscheinungsbild nicht ändern und darf seine Texte nicht singend vortragen (Rap und Sprechgesang sind erlaubt)
  • Ist das Zeitlimit überschritten, so kann es sein, dass der Poet “gewaltsam” von der Bühne geholt wird, d.h. durch die Einblendung von Musik aufgefordert wird zu “slammen”.

Slammer im Porträt: Chris Ortega

Cris Ortega bei seinem Auftritt auf der Bühne der Schauburg

Während der Pause hatten wir vom Blog im Blauen Land die Möglichkeit, mit dem Slammer Cris Ortega ein Interview zu führen. Neben Poetry Slam macht der 20-jährige noch Theater, er komponiert und musiziert. Ein kreativer Kopf. Bei der bayerischen Meisterschaft startet er für den U20 Poetry Slam Erlangen.

Hier der Live-Mitschnitt zum nicht immer leicht verständlichen Interview mit Cris Ortega:

Elena Hammerschmid wird bayerische U20-Meisterin – Zwischenfall nach Veranstaltungsende

Cris Ortega hat es leider nicht ins Stechen geschafft. Er schied vorher aus. Im Großen und Ganzen war es ein schöner Abend. Die Klassen haben sich während der Veranstaltung vorbildlich benommen, aber leider gab es einen Zwischenfall. Als wir nach der Veranstaltung ein Gruppenfoto machen wollten, wurden wir von einem Mitarbeiter von der Bühne verdrängt. Hr. Bräu wurde direkt von dem Security Mitarbeiter zur Seite gedrängt und hatte Mühe, sich auf den Beinen zu halten. Es war uns daher leider nicht möglich, ein Foto und Interview mit den Slammern und Moderatoren zu bekommen.

Gegen Ende der Veranstaltung wurde noch der Gewinner gekührt und mit einem Preis ausgezeichnet. Hier ist das Endergebnis:

  1. Platz: Elena Hammerschmid mit 48,2 Punkten
  2. Platz: Sarah Potye mit 47,5 Punkten
  3. Platz: Julius Althoetmar mit 47,4 Punkten

An dieser Stelle noch ein Live-Mitschnitt des Textes “Gott und die Welt” der späteren Siegerin Elena Hammerschmid:

Hier noch einige Impressionen vom Abend:

2 Antworten

  1. Nick Geiger sagt:

    War eigentlich ein schöner Abend. Bis auf den Zwischenfall am Schluss. Wir wollten doch nur ein Foto mit den Slammern und Moderatoren machen.
    Ich verstehe nicht, was daran so schlimm ist, auf der Bühne kurz ein Foto zu machen.
    Ich denke, Poetry Slam ist zum Anfassen.

  2. Anonymous sagt:

    Schon ziemlich traurig wenn man seinen eigenen Artikel kommentieren muss, aber ich bin trotzdem derselben Meinung

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